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Freitag, 17. März 2017

Europas Elite fühlt den Hauch des eigenen Endes an ihrem Hals - zurecht


Üblicherweise halten die regierenden Politiker einfach Händchen miteinander und sagen Je Suis Charlie und hoffen, dass alles wieder vorübergeh. Nicht aber dieses Mal. Von Rod Liddle für www.Spectator.co.uk, 18. März 2017


Allahu Akbar! Grüsse aus Samsun, wo türkische Demonstranten - ihre Augen in islamisch-orgasmischer Ekstase rollend - versucht haben, die niederländische Flagge in Brand zu setzen, während sie das übliche "Allah ist toll" Zeugs skandierten. Ein paar Feuerzeuge und etwas Leichtöl und schwups, stand sie in Flammen - und wurde dann promt von der aufgepeitschten, johlenden Masse zertrampelt. Außer, dass es keine niederländische Flagge war - sie haben versehentlich eine französische genommen.

Ich frage mich, ob es einem der vergleichbar aufgehetzten türkischen Demonstranten in den Niederlanden aufgefallen wäre? Mein Vermutung ist, dass die meisten, die da in Rotterdam am demonstrieren waren und ihr ganzes Leben in den Niederlanden verbracht haben, wohl noch immer nicht wüssten, wie die Flagge des Landes aussieht. Es ist wohl auch zweifelhaft, ob sie ein Stück Gouda erkennen würden, eine schwarze Tulpe, oder eine kleine Maus mit Clogs. Aber egal, wie ein Türke, der offenbar in Norwegen lebt, bei Twitter meinte:


"Wenn ihr euch um 90 Grad dreht.. dann steht ihr bei den anderen. Was ist schon der Unterschied. Zwei unterschiedliche Ansichten der selben Scheisse."

Mit "Scheisse" meint er Westeuropa - all diese Flaggen, all diese Politiker, all diese Nationen und als diese Christen oder sekulären Leute, die da wohnen. Da könnte man sich glatt die Frage stellen: Was machst du eigentlich hier, angesichts dessen, dass du uns hasst und unsere Regierungen und unsere Lebensart? Man muss annehmen, die Antwort auf die Frage ist eine komplexe. Sie hassen uns für das, wofür wir stehen, was wir repräsentieren, für unsere koloniale Unterdrückung (wir ignorieren das Osmanische Reich hier eben mal schnell), für ihren passablerweise erworbenen Opferstatus und die Dummheit und unseren Unglauben, oder die Abwesenheit davon. Auf der anderen Seite mögen sie aber unsere Löhne und die kleinen Extras und den leichten Lebensstil und die heissen Euromädels und all dieses andere Zeugs, das diese liberale Zivilisation erschuf. Diesen Teil finden sie alle richtig toll, sind aber zu dumm um zu begreifen, dass das eine vom anderen kommt. Sie sind schlichtweg zu voll mit ihrem Hass und dem gottgegebenen Machismo.

Ein anderer türkischer Idiot sagte mit dem typischen Brusttrommeln in einer selbstvergewissernden Prahlerei:

"Wir als türkische Jugend sind bereit überall für unser Land in den Tod zu gehen und unsere Flagge zum Preis unseres Lebens zu verteidigen."

Soweit also bist du bereit zu gehen. Das ist mal absolut grandios von dir, Effendi.

Die niederländisch-türkischen Beziehungen sehen nicht allzu gut aus im Moment. Es gibt Forderungen, die Botschafter rauszuwerfen und die Grenzen zu schliessen. Die neueste Auseinandersetzung ergab sich aus der Entscheidung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, ein Referendum abzuhalten, in dem entschieden werden soll, ob die Türkei weiterhin eine Demokratie bleiben, oder ob Recep als eine Art unfehlbarer Sonnenkönig eingesetzt werden soll. Und nun jagt der gute Mann überall im Westen den Diasporastimmen hinterher - was die jeweiligen Regierungen auf den Plan rief, die ihn nicht ausstehen können und daher seinen Emissären untersagten, vor seinen sich im Ausland aufhaltenden Legionen aufzutreten.

Erdogan nannte die Niederländer "Überbleibsel der Nazis und Faschisten" - was zeigt, wie gut er mit ihrer Geschichte vertraut ist - und die muslmischen Horden haben sich ganz in seinem Sinne verhalten. Uns ist das Flaggenverbrennen und das Gejohle selbstverständlich wohlvertraut. Wir sind auch gewöhnt an diese anderen Vorteile dieses offenen und heterogenen Europa - das Überfahren von Ungläubigen mit LKWs, die Selbstmordanschläge, bei denen Ungläubige in Fetzen gerissen werden, die Typen, die sich bei Konzerten junge ungläubige Huren herauspicken, das Bemessern von Ungläubigen, das Zusammenschlagen von Ungläubigen, das Vergewaltigen der weiblichen - und männlichen - Ungläubigen, die sexuellen Übergriffe auf Ungläubige. Ja, wir haben uns inzwischen an all das gewöhnt.

Weniger waren wir bis vor kurzem gewohnt, dass unsere mit unglaublich guten Sitten ausgestatteten europäischen Regierungen offen darauf reagieren. Üblicherweise halten die regierenden Politiker einfach Händchen miteinander und sagen Je Suis Charlie und hoffen, dass alles wieder vorübergeht, dieses furchtbare Zeugs, das sie absichtlich, oder im besseren Fall gedankenlos, auf den Kontinent liessen.

Das Jahr 2016 hat das ganze allerdings beendet, da die Politiker zurecht den Hauch des eigenen Endes an ihrem Hals spüren. Wer hätte erwartet, dass die guten alten liberalen Niederlanden die Burka verbieten würden, oder Erdogan den Finger zeigen, wenn es um das Sammeln der Wählerstimmen geht, oder um die Forderung eines "Einfrierens" der türkischen EU Beitrittsverhandlungen? All das kommt nicht von einer rechtspopulistischen niederländischen Regierung, sondern von einer liberalen niederländischen Regierung (ein bisschen wenigens, inshallah).

Auch die Franzosen haben die Burka verboten. Österreich hat die Vollverschleierung verboten und will auch Erdogans Wahlkampfveranstaltungen im Land nicht dulden, weil diese "spaltend" wirken könnten. Ha, mach Sachen, Österreich! Das selbe gilt für das deutsche Bundesland Bayern (das ebenfalls die Vollverschleierung verboten hat und dabei Merkels Unterstützung genoss, die sagte: "Zeigt euer Gesicht. Die Vollverschleierung ist nicht zulässig und sollte verboten werden." Warum nur so spät, Angi?) Dazu zogen auch Belgien nach beim Burkaverbot und die Schweiz hat Erdogans Werbefeldzug ebenso unterbunden. Daneben hat der europäische Gerichtshof für Menschenrechte kürzlich geurteilt, dass es in Ordnung für Arbeitgeber sei, wenn sie den Mitarbeitern das Kopftuch verbieten, wenn sie denn nachweisen können, dass dies nicht nur ausschliesslich wegen einem Hass auf Moslems geschieht.

Ich behaupte mal, dass all das vor fünf Jahren noch völlig undenkbar gewesen wäre. Und für mich gehören die beiden Sachverhalte - das reaktive Zeugs gegen das Kopftuch und die Ablehnung von Erdogans Wahlkampfstrategie - zusammen, da sie für verdammt viele Europäer zwei Seiten von ein und der selben Medaille sind. Dahinter steht die Tatsache, dass die Niederländer genau so viele Türken ins Land bekamen, wie sie aushalten konnten, und dass Europa genau so viel Islam auf den Kontinent bekam, wie die Europäer aushalten konnten.






Im Original: Europe’s elite rightly feel extinction breathing down their necks

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