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Sonntag, 12. März 2017

Video: Schwedische Abgeordnete wird in britischer Diskussionsrunde zum Thema "Probleme in Schweden" vorgeführt (und merkts nicht mal)




Von RobinHoodUKIP bei YouTube, 26. Februar 2017




Das Transkript der deutschen Untertitel:



Douglas Murray erklärt die schwedischen Migrantenprobleme.

Hier anwesend sind Laila Naraghi, eine schwedische Abgeordnete der regierenden sozialdemokratischen Partei und der Autor und Kommentator Douglas Murray. Willkommen.

Laila Naraghi, das schwedische Establishment war stinksauer von Herrn Trumps Bemerkungen, der sich auf Migrantenausschreitungen bezog, die es nicht gab. Und dann nur wenige Nächte später kam es dann zu schweren Ausschreitungen in einem überwiegend migrantischen Vorort von Stockholm. Er lag also nicht weit daneben, nicht wahr?

Ich denke schon, dass er weit daneben lag, weil er die Öffentlichkeit in die Irre führt mit der Art und Weise, wie er die Statistiken verwendet. Ich halte es für wichtig daran zu erinnern, dass die Gewalt in Schweden in den letzten 20 Jahren zurückging. Die Forschung zeigt auch, dass es keine Beweise gibt, wonach Einwanderung zu Kriminalität führt. Daher denke ich, dass er falsch lag. Die sozialen Unruhen in den einzelnen Gebieten sind nicht auf den ethnischen Hintergrund der dort lebenden Menschen zurückzuführen. Es sind vielmehr sozio-ökonomische Gründe.

Ok, es gibt also keinerlei Beweise, dass Migranten für die Verbrechenswelle verantwortlich sind.

Nun, das ganze erinnert mich an das, was nach Charlie Hebdo  und dem Anschlag auf den jüdischen Supermarkt vor ein paar Jahren passiert ist. Damals hat auch ein Fox News Kommentator etwas über Paris gesagt, dass als abwegig wahrgenommen wurde. Paris drohte Fox News sogar mit einer Klage, weil sie meinten, ihr stellt unsere Stadt schlecht dar. Es ist ein bisschen vergleichbar, weil die Wahrheit hier irgendwo zwischen Donald Trump und den schwedischen Behörden liegt. Die schwedische Regierung ist sehr zurückhaltend, wenn es um irgendwelche negativen Aspekte ihrer Migrationspolitik geht und das gilt insbesondere für die Migration von 2015. Dabei gibt es riesige, offensichtliche negative Auswirkungen. Unter anderem braucht Schweden keine unqualifizierten Arbeitskräfte.

Was sind denn die Beweise? Wie belegen Sie das?

Nun, als erstes wären da die Vergewaltigungsstatistiken in Schweden,  die ganz ähnlich sind wie in jenen Ländern, die vergleichbare Migrationswellen erlebt haben. Dänische und norwegische Behörden haben ganz ähnliche Sachverhalte festgestellt.

Bei diesen wird aber nicht die Ethnie erfasst, das heisst, wir wissen es nicht.

Nun, das ist ein Teil des Problems.

Also es gibt eine Menge Lügen und Gerüchte, wenn es beispielsweise um die angesprochenen Vergewaltigungen geht. Es ist schwer, die Statistiken zu vergleichen, da in Schweden viele Vergehen als Vergewaltigung eingeordnet werden, die in anderen Ländern als Übergriff, oder Körperverletzung eingestuft werden.

Es geht auch im die Frage, wie man zählt. Wenn eine Frau zur Polizei geht und sagt ihr Freund oder Ehemann [sic!] hat sie vergewaltigt, und das jede Nacht im Jahr, dann zählt das in Schweden als 365 Vergewaltigungen. In vielen anderen Ländern dagegen zählt das nur als ein Vergehen.

Also wir können uns viel über Statistiken streiten. Aber da läuft doch etwas schief. Wenn man sich die aktuellen Nachrichten aus Schweden anschaut: Sechs afghanische Kinderflüchtlinge begingen in den letzten sechs Monaten Selbstmord. Die Arbeitslosigkeit unter den neueren Migranten liegt fünf Mal so hoch, als unter Nichtmigranten. Es gibt Bandengewalt in Malmö, wo ein britisches Kind von einer Granate getötet wurde! Es gibt Ausschreitungen in Stockholm. Die schwedische Polizei sagt, dass es heute 53 Gebiete im Land gibt, in denen es gefährlich ist, auf Streife zu gehen. Ewas läuft da schief.

Nun, ich möchte auf den Kern dieser Debatte hinweisen und das ist das Recht von Menschen, die vor Krieg und politischer Verfolgung fliehen, Asyl zu erhalten. Das ist ein Menschenrecht. Und wir in Schweden sind nicht naiv. Wir glauben nicht, dass wir alles schaffen. Wir wollen aber unserer Selbstverpflichtung gerecht werden. Jedes Land hat die Verpflichtung, Asylsuchende aufzunehmen.

Aber sie haben doch ihre Politik verändert, oder? Sie haben alleine in einem Jahr 163.000 Menschen aufgenommen. Danach haben sie ihre Grenzen geschlossen, was ich für sehr klug halte. Sie haben die offene Grenze geschlossen. Eine Zeitlang spazierten ja jeden Tag 10.000 Menschen aus Dänemark nach Malmö. Das haben sie zurecht geändert. Sie haben also begriffen, dass unabhängig vom Anspruch des Landes im Hinblick auf Asyl, manchmal kommt eben die Realität dazwischen und Schweden ist nun mit der Realität des ganzen konfrontiert.

.. lassen wir erst eine Antwort darauf zu..

Wir sind nicht naiv. Wir wissen, dass wir nicht alles können.

Oh, sie waren naiv im Jahr 2015..

Wir wollten unseren Anteil leisten. So, wie wir auch glauben, dass andere ihren Anteil leisten müssen. Lassen Sie mich aber auch sagen, was das Weltwirtschaftforum über unser Land sagt. Sie zeigen, dass wir in vielen Ranglisten ganz oben stehen. Das lebenswerteste Land, Das beste Land, um alt zu werden. Das beste Land, um Kinder zu haben. Das beste Land, um ein Unternehmen zu gründen..

Warum sind sie angesichts all dieser erwähnten Dinge nicht so gut darin, die Flüchtlinge zu integrieren? Ich möchte nochmal auf die Arbeitslosigeit hinweisen: Sie ist 5x so hoch unter Migranten, als unter Nichtmigranten. Und das ist die höchste Differenz aller EU Länder und der OECD. Warum waren sie nicht in der Lage, die Menschen zu integrieren, die sie aus humanitären Gründen ins Land gelassen haben?

Es gibt sicherlich Dinge, die wir viel besser machen können. Schaut man sich aber die Einwanderer an, die in den 1990ern aus dem Balkan kamen. Diese sind sehr gut integriert und sie leisten ihren Beitrag in unserer Gesellschaft. Sie gründen Unternehmen, sie arbeiten in vielen Gebieten der Gesellschaft, sie haben unserem Land wirklich geholfen.

Warum aber haben sie keine Arbeitsplätze?

Aber sie haben doch Arbeitsplätze.

Nein, ich rede von den neuen Migranten.

Nun, es braucht einfach Zeit. Integration in die Gesellschaft braucht Zeit. Und wenn man sich die Einwanderung aus den 1990ern anschaut - wir haben das hinbekommen und ich bin mir sicher, wir können das wieder schaffen.

Das möchte ich gerne in etwas Kontext einordnen. Es ist klar, dass Schweden Probleme hat aufrund der hohen Zahlen an Migranten, die es aufgenommen hat. Ob die Probleme so schlimm sind, wie Herr Trump und andere es hinstellen ist eine andere Frage. Hier vielleicht etwas Kontext: Malmö, das Epizentrum für viele dieser Migrantenprobleme. Die Mordrate liegt bei 3 pro 100.000 Einwohner. Chicago: 28 pro 100.000, sie haben also Probleme, aber sie sind nicht riesig.

Nein, die sind ziemlich riesig und ich denke auch, dass sie noch größer werden. Zunächst einmal, haben die Balkanflüchtlinge aus den 1990ern tatsächlich viele Probleme mitgebracht. Schweden hat damals das erste Mal schwere ethnische Bandenkriminalität erlebt,  es gab seitdem einen Anstieg an bandenbezogenen Verbrechen. Ich möchte auch anfügen. Die Situation in Malmö wird von einigen Personen übertrieben dargestellt, das ist zweifellos so. Ich war öfters dort und es wird unzweifelhaft von einigen übertrieben dargestellt. Die Lage wird aber auch massiv untertrieben von den schwedischen Behörden.

Man muss sich nur ansehen, was vor dem aktuellen Zustrom ablief. Im Jahr 2010 hat ein Jude von 10 von der verbliebenen jüdischen Bevölkerung eine Art von Übergriff gemeldet. Die Situation wurde 2010 so schlimm, dass Nichtjuden aus Malmö sich freiwillig bereit erklärten, Juden zum Gottesdienst zu begleiten. Eben weil es so einen Anstieg an Antisemitismus gab und ich möchte..

Nein, Sie hatten eine gute Aussage und ich muss fair bleiben. Laia Naraghi, was haben Sie dazu zu sagen. Ich denke, dass es Menschen gibt, die versuchen unser Land in einem gewissen Licht darzustellen, um ihre eigene Agenda zu betreiben. Ich finde es bedauernswert, dass Herr Trump versucht, unser Land schlecht hinzustellen.

Das ist mir klar. Was aber haben Sie spezifisch zu Malmö zu sagen?

Ich sage, dass wenn Sie mit Menschen in Malmö sprechen und auch mit den einzelnen Kirchengemeinden, dann werden die ihnen sagen, dass sie mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Lage zu verbessern. Und ich sage wieder, dass es viele Menschen gibt, die versuchen Gerüchte und Lügen zu verbreiten..

Ihre Situation ist sehr ähnlich, wie es bei uns war, als diese Sachen in Rotherham und anderswo hochkamen. In Rotherham wurden 1.400 Mädchen vergewaltigt, bis die Behörden, also die Polizei vor Ort, der Stadtrat und andere überhaupt erst zugaben, dass dies tatsächlich passiert. Das passierte in Grossbritannien im letzten Jahrzehnt, es war ein sehr ähnliches Phänomen. Eine Zunahme an verschiedenen vor allem sexuellen Gewalttaten und dann kam es zur völligen Verleugung einer kompletten politischen Klasse. Das hier ist also etwas, das sich genauso verhält, wie das was wir in Grossbritannien hatten und das läuft jetzt in Schweden ab. Ich sehe es bei den schwedischen Behörden, ich sehe die Verleugnung, ich sehe es im Wunsch, Trump auszulachen und ihn als Schwätzer hinzustellen. Aber was er sagt, ist nicht unbegründet und das ist für jede Gesellschaft eine sehr schmerzliche Sache, wenn man sie zugeben muss. und ich werfe Ihnen icht, vor die eigene Gesellschaft zu verteidigen. Aber ganz ehrlich..

Es gibt durchaus einige Schweden, die sagen, dass das schwedische Establishment das wahre Bild vertuscht. Sie veröffentlichen die wirklichen Statistiken nicht, sie erfassen die Kriminalität nicht nach ehtnischen Gruppen. Die Menschen sind misstrauisch gegen über den mittelinken und mitterechten Parteien in Schweden.

Es gibt keine Verleugnung [lol!] und es gibt keine Vertuschung. Das meine ich damit, wenn ich darüber rede, dass bestimmte Personen die Situation in einem gewissen Licht erscheinen lassen wollen. Ich würde beispielsweise sagen, dass die sozialen Unruhen in einigen Gebieten nicht am ethnischen Hintergrund der Menschen dort liegt, es liegt vielmehr an unterschiedlichen sozio-ökonomischen Gründen.

Naja, es kann ja an beidem liegen..

Es gibt keinerlei Forschungsergebnisse, die zeigen, dass Einwanderung..

Ja, aber sie betreiben einfach keine Forschung dazu. Die schwedischen Behörden stellen absichtlich sicher, dass es nicht möglich ist, in diese Richtung zu forschen. Und nach den Ereignissen von Köln im Jahr 2015 geschah es das erste Mal, dass die schwedischen Behörden und die schwedische Presse zugaben, dass es vergleichbare sexuelle Übergriffe schon seit Jahren in Schweden vorkommen.

Danke. Wir kommen langsam zum Ende dieser faszinierenden Debatte.

Ist angesichts dessen, dass es Probleme gibt, vielleicht nicht so ernste, wie manche behaupten, aber ganz klar Probleme vorhanden sind.. Angesichts dieser Probleme: Ist die Ära der Massenhereinnahme von Asylanten vorbei in Schweden? Sie haben die Zahl um über 80% gekürzt, wenn an letztes Jahr mit 2015 vergleicht. Ist das vorbei, damit sie sich darauf konzentrieren können, das mit den Menschen, die bereits im Land sind, besser hinzubekommen?

Wir wollen unseren Anteil leisten, so wie wir denken, dass auch andere Länder ihren Anteil leisten sollten. Wir haben eine Menge geleistet und nun konzentrieren wir uns auf die Integration und stellen sicher, dass die Menschen Arbeit bekommen. Und wir werden auch große Wohlfahrtsinvestitionen tätigen, denn es ist wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass Schweden vor acht Jahren eine Regierung hatte, die große Steuererleichterungen durchsetzte,  anstatt in die Wohlfahrt zu investieren. Teilweise sehen wir heute auch die Ergebnisse daraus.

Sie sollten vielleicht auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das nicht funktionieren könnte..



Das Originalvideo gibts hier.

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